Im Cockpit eines Flugzeugs gibt es vermutlich genau so viele Bedienelemente. Sind moderne Webseiten, bzw. Webanwendungen nicht unglaublich kompliziert? Trotzdem bedienen wir sie als wäre es nichts…
(Der Screen ist mit Absicht unzensiert.)

Im Cockpit eines Flugzeugs gibt es vermutlich genau so viele Bedienelemente. Sind moderne Webseiten, bzw. Webanwendungen nicht unglaublich kompliziert? Trotzdem bedienen wir sie als wäre es nichts…

(Der Screen ist mit Absicht unzensiert.)

Falsche Gefahren (in der IT)
Hinweis: Private Gedanken mit hungrigem Magen während der Arbeit
Es soll ein neues HR System eingeführt werden, bzw. es wird eingeführt. Dieses IT-System hat viele nützliche Features, soll Arbeit erleichtern und endlich die vielen Datenquellen zusammenführen damit man nicht alles dreimal pflegen muss. Personalakte, Gehaltsinformationen, Ziele und Merkmale aller Mitarbeiter, Schulungen und was so alles in einer Personalabteilung eines Konzerns anfällt.
Präsentationen zeigen schicke Dashboards, man spricht von neuster Technik und wie sich doch für viele Menschen damit der Alltag erleichtert. Bonus für uns Webmenschen: Es ist alles im Browser umgesetzt.
IT-Unwort Cloud
Das System ist in der Cloud gehostet. Bedeutet hier, dass die Server mit der Software nicht im Keller des Unternehmens stehen, sondern bei einer der größten Softwarefirmen der Welt im Rechenzentrum. Das alles wird dann datenschutzlichrechtlich mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragen geklärt. Klingt doch gut, oder? Ein Aufschrei geht durch die Runde. Zuerst ein Witz, dann aber als ernste Wortmeldung: Was passiert wenn die NSA die Daten in die Hände bekommt? Wenn der Softwareanbieter gekauft wird und die Daten über den Teich gehen? Schließlich sind es Informationen über Menschen die da als Nullen und Einsen liegen, keine Bestandsliste von Schrauben im Lager.
Die NSA ist unser größter Feind
Oha ja, die böse NSA könnte dann alle unsere Daten lesen. Die wüsste dann den Namen von Heinz dem Pförtner und wie viel (wenig?) er verdient. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Freund der Aktionen der NSA. Aber hier entsteht ein falscher, populistischer Eindruck der wirkliche Gefahren überschattet.
Nehmen wir an, der amerikanische Geheimdienst möchte nun wirklich an diese Daten. Glauben wir allen geleakten Präsentationen kennt er sowieso alle Zahlen in dieser Personaldatenbank. Vielleicht speichert die NSA nicht alles, aber sie zielt direkt auf Systemadministratoren mit entsprechenden Zugängen. Egal ob die Daten im Keller auf der Festplatte liegen oder irgendwo über eine Glasfaserleitung in den Firmensitz gelangen - die NSA wird daran kommen. Ich persönliche halte das mehr für ein politisches und gesellschaftliches Problem als ein technisches Versagen. Immerhin: Noch liegen die Daten ja in Deutschland und nicht in Übersee. 
Welches Risiko ist wahrscheinlicher?
Weg von der NSA und den Stammtischniveau: Welches Problem gibt es den wirklich mit solchen Systemen? Was sagen die Informationen aus und wie könnte man diese missbrauchen. Den der Missbrauch und die damit verbundenen Risiken sind interessant. 
Eine Menge Daten fallen an. Eine Menge Daten die sehr personen-bezogen sind und die selbst ich als Generation Facebook nicht öffentlich teilen würde (Gehaltsvereinbarungen z.B.). Was passiert mit diesen Daten? 
Ich habe mich auf der Webseite der Software schlau gemacht und es werden neben den vielen Daten auch viele Analysen gemacht. So sieht ein Manager welche Qualifikationen sein Team hat und wo er z.B. noch einen weiteren Mechaniker finden kann. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand. Er sieht - so sagen es die Werbebroschüren - aber auch Leistungen von Abteilungen. Profits und Cost per employee, risk factors und key individuals. Zuviel Englisch? Das sind Leistungsbeurteilungen.
Wie beurteilt ein Computer?
Angenommen wir haben alle Informationen die entstehen und das IT-System kennt alles perfekt. Dann wären die Dashboards wirklich interessant und geben realistische Einblicke in die Personalstruktur eines Unternehmens. Das haben wir in der Praxis aber (noch) nicht.
Das IT-System kennt nur eingetragene Daten und bewertet nach diesen. Manchmal sieht die Realität aber anders aus und dann wird es gefährlich weil ein falscher Eindruck entsteht an dem die Existenz von Familieneinkommen hängen. Ohne Absicht zu unterstellen aber “mal kurz gucken was den dieses BI System sagt” erzeugt einen Eindruck und dieser Eindruck ist in einer Verhandlung bleibend. Davon abgesehen dass solche Dashboards auch als Druckmittel dienen können und durch falsche Aussagen zu Fehlentscheidungen führen.
So schlimm wird es dann auch nicht sein.
Was mir im Kopf bleibt
Die NSA ist böse aber es ist nicht das einzige Unheil in der Welt von Big Data und hochvernetzten IT-Systemen. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen aber das Risiko kommt eher von intern und vom Unternehmen selbst. Durch Fehleinschätzungen oder durch ein weiteres Druckmittel von “oben”. Wer noch ein bisschen nachdenkt kommt auf weitere Probleme die ich gar nicht erst erwähnt habe. 
Hoffen wir, dass solche Probleme alle angesprochen (und gelöst) werden und nicht nur als Paragraph in einem Regelwerk stehen. Das Schulungen auch auf diese Umstände hinweisen oder das die Praxis gar nicht so böse ist.
Ich erkenne wie ich langsam in diese Richtungen denke. Immerhin bin ich Wirtschaftsinformatiker im vierten Semester  und sollte ja genau solche Brückenprobleme lösen können. Ich will dabei nicht das Mantra vertreten alles schön klassisch mit Papier zu machen - im Gegenteil. Ich möchte gerne solche Software optimieren, die Aussagen besser machen aber im selben Zug auch nicht vergessen welche Gefahr es gibt.
Über Rückmeldungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen. Zum Schluss sei gesagt, dies hier ist meine persönliche private Meinung ist und es betrifft nicht speziell ein Unternehmen.

Falsche Gefahren (in der IT)

Hinweis: Private Gedanken mit hungrigem Magen während der Arbeit

Es soll ein neues HR System eingeführt werden, bzw. es wird eingeführt. Dieses IT-System hat viele nützliche Features, soll Arbeit erleichtern und endlich die vielen Datenquellen zusammenführen damit man nicht alles dreimal pflegen muss. Personalakte, Gehaltsinformationen, Ziele und Merkmale aller Mitarbeiter, Schulungen und was so alles in einer Personalabteilung eines Konzerns anfällt.

Präsentationen zeigen schicke Dashboards, man spricht von neuster Technik und wie sich doch für viele Menschen damit der Alltag erleichtert. Bonus für uns Webmenschen: Es ist alles im Browser umgesetzt.

IT-Unwort Cloud

Das System ist in der Cloud gehostet. Bedeutet hier, dass die Server mit der Software nicht im Keller des Unternehmens stehen, sondern bei einer der größten Softwarefirmen der Welt im Rechenzentrum. Das alles wird dann datenschutzlichrechtlich mit Betriebsrat und Datenschutzbeauftragen geklärt. Klingt doch gut, oder? 

Ein Aufschrei geht durch die Runde. Zuerst ein Witz, dann aber als ernste Wortmeldung: Was passiert wenn die NSA die Daten in die Hände bekommt? Wenn der Softwareanbieter gekauft wird und die Daten über den Teich gehen? Schließlich sind es Informationen über Menschen die da als Nullen und Einsen liegen, keine Bestandsliste von Schrauben im Lager.

Die NSA ist unser größter Feind

Oha ja, die böse NSA könnte dann alle unsere Daten lesen. Die wüsste dann den Namen von Heinz dem Pförtner und wie viel (wenig?) er verdient. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Freund der Aktionen der NSA. Aber hier entsteht ein falscher, populistischer Eindruck der wirkliche Gefahren überschattet.

Nehmen wir an, der amerikanische Geheimdienst möchte nun wirklich an diese Daten. Glauben wir allen geleakten Präsentationen kennt er sowieso alle Zahlen in dieser Personaldatenbank. Vielleicht speichert die NSA nicht alles, aber sie zielt direkt auf Systemadministratoren mit entsprechenden Zugängen. Egal ob die Daten im Keller auf der Festplatte liegen oder irgendwo über eine Glasfaserleitung in den Firmensitz gelangen - die NSA wird daran kommen. Ich persönliche halte das mehr für ein politisches und gesellschaftliches Problem als ein technisches Versagen. Immerhin: Noch liegen die Daten ja in Deutschland und nicht in Übersee. 

Welches Risiko ist wahrscheinlicher?

Weg von der NSA und den Stammtischniveau: Welches Problem gibt es den wirklich mit solchen Systemen? Was sagen die Informationen aus und wie könnte man diese missbrauchen. Den der Missbrauch und die damit verbundenen Risiken sind interessant. 

Eine Menge Daten fallen an. Eine Menge Daten die sehr personen-bezogen sind und die selbst ich als Generation Facebook nicht öffentlich teilen würde (Gehaltsvereinbarungen z.B.). Was passiert mit diesen Daten? 

Ich habe mich auf der Webseite der Software schlau gemacht und es werden neben den vielen Daten auch viele Analysen gemacht. So sieht ein Manager welche Qualifikationen sein Team hat und wo er z.B. noch einen weiteren Mechaniker finden kann. Der Vorteil liegt hier klar auf der Hand. Er sieht - so sagen es die Werbebroschüren - aber auch Leistungen von Abteilungen. Profits und Cost per employee, risk factors und key individuals. Zuviel Englisch? Das sind Leistungsbeurteilungen.

Wie beurteilt ein Computer?

Angenommen wir haben alle Informationen die entstehen und das IT-System kennt alles perfekt. Dann wären die Dashboards wirklich interessant und geben realistische Einblicke in die Personalstruktur eines Unternehmens. Das haben wir in der Praxis aber (noch) nicht.

Das IT-System kennt nur eingetragene Daten und bewertet nach diesen. Manchmal sieht die Realität aber anders aus und dann wird es gefährlich weil ein falscher Eindruck entsteht an dem die Existenz von Familieneinkommen hängen. Ohne Absicht zu unterstellen aber “mal kurz gucken was den dieses BI System sagt” erzeugt einen Eindruck und dieser Eindruck ist in einer Verhandlung bleibend. Davon abgesehen dass solche Dashboards auch als Druckmittel dienen können und durch falsche Aussagen zu Fehlentscheidungen führen.

So schlimm wird es dann auch nicht sein.

Was mir im Kopf bleibt

Die NSA ist böse aber es ist nicht das einzige Unheil in der Welt von Big Data und hochvernetzten IT-Systemen. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen aber das Risiko kommt eher von intern und vom Unternehmen selbst. Durch Fehleinschätzungen oder durch ein weiteres Druckmittel von “oben”. Wer noch ein bisschen nachdenkt kommt auf weitere Probleme die ich gar nicht erst erwähnt habe. 

Hoffen wir, dass solche Probleme alle angesprochen (und gelöst) werden und nicht nur als Paragraph in einem Regelwerk stehen. Das Schulungen auch auf diese Umstände hinweisen oder das die Praxis gar nicht so böse ist.

Ich erkenne wie ich langsam in diese Richtungen denke. Immerhin bin ich Wirtschaftsinformatiker im vierten Semester  und sollte ja genau solche Brückenprobleme lösen können. Ich will dabei nicht das Mantra vertreten alles schön klassisch mit Papier zu machen - im Gegenteil. Ich möchte gerne solche Software optimieren, die Aussagen besser machen aber im selben Zug auch nicht vergessen welche Gefahr es gibt.

Über Rückmeldungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen. Zum Schluss sei gesagt, dies hier ist meine persönliche private Meinung ist und es betrifft nicht speziell ein Unternehmen.

Eine Woche Fuji X100S 
Was macht eine Kamera gut? Ist es die Technik im Inneren, das Objektiv davor oder das Gefühl wenn man den Auslöser drückt? “Die beste Kamera ist die, die du immer dabei hast” hört man oft und in dieser Kategorie würde mein iPhone immer gewinnen da es praktisch immer dabei ist und von der Bildqualität überzeugen kann. 
Eine Woche Nordsee mit der Fuji X100S sind um und ich habe gemischte Gefühle. Als zweiten Erfahrungsbericht noch einmal kurz ein paar Eindrücke der letzten sieben Tage. Achtung: Fotografietechnikkleinkram ;)
Die Technik im Inneren
Klasse. Die Bildqualität ist auch in schwierigen Situationen (dunkler Raum, Gegenlicht) immer auf einem hohen Niveau. Farbwiedergabe und Dynamik entsprechen meinen Erwartungen. Selbst die JPGs direkt aus der Kamera sind klasse. Warum JPGs? Weil ich hier zum Problem mit der Technik im Inneren komme. Aus Versehen schoss ich einen Tag lang nur JPG Aufnahmen und keine Fuji RAWs weil ich das irgendwann im Menu umgestellt hatte. Die Menus und die Bedienung fallen mir jetzt leichter als im ersten Erfahrungsbericht, trotzdem ist mir die ganze Sache zu fummelig und kompliziert. Das Quickmenü hilft hier ein wenig. 
Mein Eindruck: Tolle Aufnahmen, etwas mühselige Bedienung.
Die 35mm Optik der Kamera
Die fest verbaute Optik (entsprechend 35mm f/2 am Kleinbild) lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Scharf und detailreich. In vielen Situationen ist der Bildausschnitt gut, z.B. bei Landschaften, Portraits von Personen in Restaurants oder wenn es um die Dokumentation vom Ferienhaus geht.
Ich vermisse trotzdem die Flexibilität einer Spiegelreflex bei der ich Objektive tausche. Ein bisschen mehr Weitwinkel nach unten oder eine schöne Brennweite für Portraits fehlt. Da war mir das 100mm an der 5D ein willkommener Begleiter neben der Fuji.  
Das Gefühl wenn man den Auslöser drückt
Die Kamera ist klein und handlich und mir gefällt das Retrodesign. Ich mache gerne Fotos mit der Fuji. Man zieht sie zu sich her, kurz die Blende einstellen und dann auf Auslösen drücken. Teils unbemerkt durch die geringe Größe und dem fehlenden Verschlussgeräusch. Bei der Canon habe ich immer das Gefühl, eine zu große Kamera für viel zu simple Fotos zu haben - zumindest in meinem Kopf.
Vielleicht wäre eine andere Kamera besser. Aber es macht Spaß mit der Fuji zu fotografieren - und das ist doch der ganze Sinn dahinter, oder?

Eine Woche Fuji X100S 

Was macht eine Kamera gut? Ist es die Technik im Inneren, das Objektiv davor oder das Gefühl wenn man den Auslöser drückt? “Die beste Kamera ist die, die du immer dabei hast” hört man oft und in dieser Kategorie würde mein iPhone immer gewinnen da es praktisch immer dabei ist und von der Bildqualität überzeugen kann. 

Eine Woche Nordsee mit der Fuji X100S sind um und ich habe gemischte Gefühle. Als zweiten Erfahrungsbericht noch einmal kurz ein paar Eindrücke der letzten sieben Tage. Achtung: Fotografietechnikkleinkram ;)

Die Technik im Inneren

Klasse. Die Bildqualität ist auch in schwierigen Situationen (dunkler Raum, Gegenlicht) immer auf einem hohen Niveau. Farbwiedergabe und Dynamik entsprechen meinen Erwartungen. Selbst die JPGs direkt aus der Kamera sind klasse. Warum JPGs? Weil ich hier zum Problem mit der Technik im Inneren komme. Aus Versehen schoss ich einen Tag lang nur JPG Aufnahmen und keine Fuji RAWs weil ich das irgendwann im Menu umgestellt hatte. Die Menus und die Bedienung fallen mir jetzt leichter als im ersten Erfahrungsbericht, trotzdem ist mir die ganze Sache zu fummelig und kompliziert. Das Quickmenü hilft hier ein wenig. 

Mein Eindruck: Tolle Aufnahmen, etwas mühselige Bedienung.

Die 35mm Optik der Kamera

Die fest verbaute Optik (entsprechend 35mm f/2 am Kleinbild) lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Scharf und detailreich. In vielen Situationen ist der Bildausschnitt gut, z.B. bei Landschaften, Portraits von Personen in Restaurants oder wenn es um die Dokumentation vom Ferienhaus geht.

Ich vermisse trotzdem die Flexibilität einer Spiegelreflex bei der ich Objektive tausche. Ein bisschen mehr Weitwinkel nach unten oder eine schöne Brennweite für Portraits fehlt. Da war mir das 100mm an der 5D ein willkommener Begleiter neben der Fuji.  

Das Gefühl wenn man den Auslöser drückt

Die Kamera ist klein und handlich und mir gefällt das Retrodesign. Ich mache gerne Fotos mit der Fuji. Man zieht sie zu sich her, kurz die Blende einstellen und dann auf Auslösen drücken. Teils unbemerkt durch die geringe Größe und dem fehlenden Verschlussgeräusch. Bei der Canon habe ich immer das Gefühl, eine zu große Kamera für viel zu simple Fotos zu haben - zumindest in meinem Kopf.

Vielleicht wäre eine andere Kamera besser. Aber es macht Spaß mit der Fuji zu fotografieren - und das ist doch der ganze Sinn dahinter, oder?